Ist Sportsponsoring für KMU sinnvoll? – Freiweg
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Sportsponsoring KMU

Ist Sportsponsoring für KMU sinnvoll?

Weltkonzerne nutzen sportliche Großereignisse gekonnt und mit hohem finanziellen Aufwand dazu, ihre Werbetrommel zu rühren. Mit Strategie und Kreativität können aber auch KMU vom Sponsoring profitieren.

Sponsoring bietet kleinen und mittleren Unternehmen, die oft nicht in der Lage sind, durch klassische Werbung einen konkurrenzfähigen Werbedruck zu entfalten, neben den Social Media eine interessante Alternative. Was allerdings bei Olympia oder Fußballeuropameisterschaft seit langem professionell abläuft, steckt auf regionaler Ebene noch in den Kinderschuhen. Strategische Überlegungen werden oft von purer Begeisterung überlagert und in den Vereinen fehlt es neben den Konzepten häufig auch an Ressourcen.

Der Erfolg der Konzerne im Sportsponsoring ist nicht zufällig. Sie halten sich an unverzichtbare strikte Spielregeln, welche sich auch auf KMU und ihre kleinen Budgets umlegen lassen.

Regel Nr.1: Strategie

Sponsoring, nicht nur im Sport, muss Bestandteil einer integrierten Unternehmenskommunikation sein. Es funktioniert nämlich dann am besten, wenn Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Social Media und interne Kommunikation eng aufeinander abgestimmt sind.

Regel Nr. 2: Ziel

Sponsoring braucht ein klares Kommunikationsziel. Zum einen sollen keine falschen Erwartungen entstehen, zum anderen muss am Ende auch überprüft werden können, ob es sich auch gelohnt hat. Was genau soll das Engagement im Sport bringen? Zumeist werden langfristige Ziele verfolgt: Verbesserung des Images, Erhöhung des Bekanntheitsgrades, Steigerung der Präsenz in den regionalen Medien oder das Zeigen sozialer Kompetenz. Die Zielsetzung wirkt sich auf die Wahl des Gesponserten aus, die Art und den Umfang der Maßnahmen und damit auch auf das Budget.

Regel Nr. 3: Messbarkeit

Sind die Ziele klar definiert und stehen die Maßnahmen fest, geht es darum, den Erfolg messbar zu machen. Dabei ist die Kontrolle der Leistung und der Wirkung zu unterscheiden. Der Gesponserte ist verpflichtet zu dokumentieren, welche Maßnahmen er gesetzt hat und welche Reichweite damit verbunden war. Neben dieser quantitativen Dokumentation kann der Sponsor sich mit Umfragen vor und nach der Sponsoringaktivität einen Eindruck verschaffen, ob die Maßnahmen auch die gewünschte Wirkung erzielt haben. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen, können schon ein paar Interviews ausreichen.

Regel Nr. 4: Vertrag

Sponsoring braucht eine klare vertragliche Grundlage, in der gegenseitig Ziele, Leistungen, Kosten und zeitlicher Rahmen festgeschrieben sind. Für eine reibungslose und erfolgreiche Zusammenarbeit, müssen alle Beteiligten wissen, woran sie sind. Von großer Bedeutung ist es aber auch für das Finanzamt. Sponsoring ist als Geben und Nehmen definiert und somit ein handfestes Geschäft. Mit einem Vertrag kann Leistung und Gegenleistung klar nachvollzogen werden.

Regel Nr. 5 Kreativität:

Selten haben Vereine auf regionaler Ebene fixe Sponsoringpakete. So ist es zumeist Verhandlungssache, wie sich ein Unternehmen präsentiert. Professionelles Branding sollte man nicht dem Verein überlassen, dem zumeist die Ressourcen und das Verständnis dafür fehlen. Es muss gut überlegt werden, wie ein Unternehmen das Sponsoring für sich nutzt. Will man auffallen, muss mangelndes Budget zwangsläufig durch Kreativität ersetzt werden.

Regel Nr. 6: Zeit und Aufmerksamkeit

Wie alle Marketingaktivitäten erfordert Sponsoring neben Geldressourcen auch Zeit. Damit es für ein Unternehmen Sinn macht, muss sich jemand darum kümmern, Ansprechpartner sein, den Kontakt zum Verein aufrechterhalten, an Veranstaltungen teilnehmen und sichtbar sein. Das gilt es unbedingt zu berücksichtigen und nicht zu unterschätzen.

Fazit: Mit einer cleveren Strategie zahlt sich Sponsoring für Unternehmen und Verein aus. Wenn dann die Begeisterung noch hinzu kommt, ist es umso besser.

Erstmals veröffentlicht: Gaedke Journal Ausgabe 1/2016

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