Why brands with a purpose do better and matter more - David Hieatt – Freiweg
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Buchtipps Freiweg

Why brands with a purpose do better and matter more – David Hieatt

Wenn ein Unternehmen seiner Bestimmung folgt und diese leidenschaftlich und schlüssig kommuniziert, ist die Größe und das Budget zweitrangig. Sie stechen auch so aus der Masse hervor.

Das Buch in drei Sätzen

Wenn ein Unternehmen eine konkrete Veränderung bewirken möchte und diese Vision konsequent verfolgt, macht sie das für uns menschlich und sympathisch. 

Wir bewundern die Produkte und Leistungen, aber mehr noch identifizieren wir uns mit dem übergeordneten Zweck, der Veränderung, die sie in die Welt bringen.

David Hieatt weiß aus Erfahrung, was es heisst, solche Unternehmen zu gründen und zu führen und fasst es in „Why brands with a purpose do better und matter more“ zusammen. 

Meine Zusammenfassung*

1. Wie findet man seine Bestimmung?

Quelle: Do Purpose / David Hieatt

Deine Leidenschaft: Wie wichtig ist dir das Thema?
Deine Fähigkeiten: Worin bist du richtig gut?
Zeitgeist: Welche bleibende Veränderung kannst du in die Welt bringen?

Wo sich die drei Bereiche schneiden, sind die Erfolgsaussichten und der Spaßfaktor am höchsten. 

Es gibt zwei Arten von Leidenschaft.

Hot Passion: Sie brennt lichterloh, das Feuer erlischt aber schnell, da nur das Herz und nicht der Kopf involviert ist. 

Cold Passion: Sie ist ruhig und langlebig. Emotionen treten in den Hintergrund. Entscheidungen werden mit Bedacht getroffen. 

Die Veränderung definieren.

Was willst du anders oder besser machen? Unternehmen, die wir heute lieben, hatten nicht mehr Geld als andere, aber mehr Energie. Sie wurden angetrieben von der Veränderung, die sie bewirken wollten.

Den Feind musst du dir gut aussuchen. Es kann schlechtes Design, Zeit, Verschmutzung, schlechter Service oder Komplexität sein. Dieser Feind wird zum Zweck des Unternehmens und der Grund, warum Kunden kaufen.

„Purpose is the multiplier of energy.“

Die Mitbewerber.

Sie haben mehr Mitarbeiter, eine längere Geschichte, mehr Verkauf, mehr Kontakte…
Aber auch mehr Meetings, mehr Politik, mehr interne Kämpfe, mehr Regeln, mehr demotivierte Mitarbeiter…

„There has never been a better time to be a small company. Don’t worry about what they have. You have it all. You have something you want to change.“

Schreib deinen Businessplan auf eine Fußmatte.

Simpel und einfach. Je weniger Wörter notwendig sind, desto mehr wurde nachgedacht.

Die Frage lautet: Wofür möchtest du stehen?

„Build something you would never sell.“

2. Zeit

Zeit ist begrenzt.

Zeit ist wertvoller als Geld. Man kann immer mehr Geld verdienen, aber nicht mehr Zeit. Und eines Tages musst du dir die Frage stellen:

„Did I do what mattered most to me? Did I find my love? And did I pursue it like a wild hungry dog?

Gehe offline.

Behandle Ablenkungen als Feinde. Das Internet ist großartig, aber eine Quelle der Ablenkung, die außerdem süchtig macht. 

„Focus comes from blocking out the busy world out there.“

Starte, bevor du bereit bist!

Bei der Gründung eines Unternehmens gibt es keinen richtigen Zeitpunkt. Wir neigen dazu, Gründe zu finden, warum wir den Start hinausschieben.

99 % aller Unternehmen scheitern aus einem Grund. Sie starten nicht. Weil der Glaube an ihre Idee nicht stark genug ist.

„There will never be a right time to start. Accept it. So start now.“

Selbst auferlegte, wahnsinnige, unmöglich einzuhaltende Deadlines helfen.

Investiert man doppelt so viel Zeit, ist das Ergebnis nicht zwangsläufig doppelt so gut.

Du möchtest mehr erledigen?

Dann lege Pausen ein.

„The real badge of honor at work is not to work longer than anyone else, but to work smarter than anyone else.“

3. Die Idee

Manche Ideen kommen hässlich auf die Welt.

Großartige Ideen haben nichts, mit dem man sie vergleichen kann. Wir sind vorschnell bei der Bewertung, denn oft ist nicht von Anfang an klar, wofür sie eigentlich gut sind. Wenn wir uns ihnen mit konventionellem Denken nähern, lassen wir sie leichtfertig fallen.

Kleine Budgets brauchen mutige Ideen.

Großartige Ideen kosten nicht mehr als mittelmäßige oder schlechte. Das nimmt viel Druck von Unternehmern. Ideen ist es egal, wer du bist, wo du bist, ob du das meiste Geld hast oder das netteste Lachen. 

„A great idea will get you more publicity, give you more energy and will in the end give you more sales.“

Sei außergewöhnlich.

Menschen erinnern sich nicht an mittelmäßige Ideen. Um zu neuen Ideen zu gelangen, musst du hinter dir lassen, was du schon weißt und gewohnt bist.

„To think different: do different, read different, travel different, eat different etc.“

Wie findet man eine Nische?

Halte Ausschau nach neuem Verhalten, neuen Mustern und neuen Bedürfnissen. Beobachte Menschen, studiere sie und höre ihnen zu. Manche Ideen liegen direkt vor deiner Nase.

Stelle alles in Frage, sei naiv, starte von neuem mit einem leeren Blatt Papier.

„Tomorrow the reputation has to be made again.“

Ideen brauchen vollen Einsatz.

Unternehmen können aus vielen Gründen scheitern. Fehlende Überzeugung kann einen größeren Schaden anrichten als fehlende finanzielle Mittel. Wenn du nicht von ganzem Herzen überzeugt bist, lass es.

„Ideas need doers, not talkers.“

3. Die Marke

David Hieatts Code des Gastalters.

  • Finde deine Leidenschaft.
  • Verbringe dein Leben damit.
  • Vertraue deinem Instinkt.
  • Ignoriere Zweifler.
  • Folge der Arbeit, nicht dem Geld. (Das Geld kommt als Folge davon.)
  • Nutze deine Ideen um die Welt besser zu machen.
  • Führe deine Ideen sorgfältig aus.
  • Arbeite mit großartigen Menschen. Sie sind nicht immer die einfachsten.
  • Es gibt keine Shortcuts. Gib dir die Zeit. 
  • Großartiger Kaffee hilft. 

Eine Marke ist nicht nur ein Logo.

Die Aufgabe ist, zu definieren, wofür der Name und das Logo stehen. Es ist ein Versprechen. Das Versprechen ist die Marke. 

Wie bekommt man Menschen dazu, eine Marke zu lieben?

„You have to love it the most first. That’s it? Yeah, that’s it.“

Kümmere dich unerbittlich um jedes einzelne Detail und deinen Kunden wird auffallen, dass dein ganzes Herz an der Sache hängt. Und sie werden es schätzen.

Mache die Veränderung spürbar.

Die besten Marken verändern nicht nur etwas, sie haben auch die große Fähigkeit dies zu kommunizieren.

„Bare your soul. Tell your struggle. Tell your pain. Tell your lows. Be vulnerable. Be honest. Tell them how the world could be. But most of all, be you.“

Eine Marke erzählt eine Geschichte.

Es reicht nicht aus, nur ein ausgezeichnetes Produkt zu haben, man muss auch die Fähigkeit besitzen, dessen Geschichte spannend zu erzählen. Die gute Nachricht: In unserer vernetzten Welt verbreiten sich gute Geschichten schnell und kostenlos.

Mittelmäßigkeit stirbt schneller als vorher.

In unserer schnelllebigen Welt kämpfen so viele Dinge und Themen um unsere Aufmerksamkeit. Mittelmaß reicht nicht aus, um gesehen zu werden. Aber: Außergewöhnliches kostet nicht mehr als das Mittelmaß.

Mitarbeiter sind die Marke.

„Who you hire will represent you when you are not there. Does that frighten or comfort you?“

Veränderung ist der geheime Treibstoff, der ein Team zusammenhält.

Der Zweck deines Unternehmens gibt jedem Mitarbeiter ein klares Verständnis darüber, warum es existiert. Der Zweck formt Teams, die leidenschaftlich für das Projekt einstehen, sie wollen eine Veränderung bewirken und nicht nur Geld verdienen. Es ist unmöglich, solche Teams zu stoppen.

Die Wahl der Mitarbeiter.

Lass dir Zeit bei der Auswahl. Der Aufwand einer falschen Mitarbeiterwahl ist enorm.

Beende rasch. Du hast eine Verpflichtung dem Team, der Kultur und letztendlich dem Zweck deines Unternehmens gegenüber. Wenn eine Person nicht glücklich ist, mit dem, was sie tut, dann beende es rasch. Es klingt hart, ist ab ein Liebesdienst.

Leidenschaft vor Talent.

Leidenschaftliche Menschen sind normalerweise unsicher, ob ihr Talent reicht. Sie arbeiten härter daran, besser zu werden. Wahres Talent kommt von der Leidenschaft, besser werden zu wollen. 

Die Keine-Arschloch-Regel: Wenn du ein Team zerstören willst, dann suche dir einen talentierten Egoisten.

„The most talented people know they can’t do it alone. Teams win.“

Arbeite mit den Besten.

Gerade dann, wenn du kein Budget hast, arbeite mit den Besten.

Mache dein Unternehmen zu einem Ort des Lernens.

Es ist deine Aufgabe eine Kultur des Lernens zu formen, damit Mitarbeiter dem Unternehmen verbunden bleiben. Das geht weit über jene Fähigkeiten hinaus, die sie für ihren Job brauchen.

„The only thing worse than training your employees and having them leave is not training them an having them stay.“

Vertrauen pflanzt sich fort.

Vertrauen multipliziert die Energie in einem Team. Um das Vertrauen eines Teams zu gewinnen, ist es als Führungskraft notwendig, dem Team zuerst Vertrauen zu schenken.

„And yet, trust is free. It breeds loyalty, passion and helps us all pull together.“

4. Der Unternehmer selbst

Halte durch.

Das Unternehmen liegt dir am Herzen und beansprucht dich. Finde einen Weg, auf dich zu schauen, denn du trägst Verantwortung für viele Menschen.

Schlaf multipliziert Energie.

Wenn du deinem Unternehmen die größte Erfolgschance geben möchtest, musst du den Schlaf bekommen, den dein Körper braucht.

„Tired? Go home. Come in fresh. Businesses are very good at running you. Don’t let it.“

Wenn du eine Garantie möchtest, kauf einen Toaster.

Selten entwickelt sich ein Unternehmen laut Businessplan und jeder Tag wird zu einer neuerlichen Herausforderung. Akzeptiere das, bevor du startest.

Finde eine Ablenkung.

Um neue Ideen zu bekommen, ist es manchmal am besten an etwas anderes zu denken. 

Das Leben ist kompliziert. Sport nicht.

Sport ist wichtig. Was auch immer du tust, nimm dir die Zeit dafür. Dein Kopf braucht Ruhe. Dein Körper Bewegung.

Natur gibt dir Ausgleich.

Deine Aufgabe ist es, auf das ganze Team zu schauen. Bringe es möglichst oft in die Natur.

„Your team is more creative, thinks better, and have much more fun to be around too, if you an create a culture of balance.“

Genieße die Fahrt.

Es ist deine Fahrt.  Investiere keine Zeit in das Klagen und Bedauern. Sei dankbar für jeden einzelnen Tag.

„Surround yourself with people who take you up and not bring you down.“

Zum Autor

Der Waliser David Hieatt bezeichnet sich selbst als Doer. Er arbeitete für Saatchi & Saatchi. Mit howies hat er eine sehr einflussreiche Marke für Sportbekleidung entwickelt und später an Timberland verkauft. 

Er ist Mitbegründer der Do-Lectures, eines Inspirations-Netzwerkes, wie er es selber nennt. 

Aktuell arbeitet er an seinem Unternehmen Hiut Denim, dessen Zweck es ist, die größte Jeans-Fabrik Englands wieder zu beleben und rund 400 Menschen ihre Arbeit zurückzugeben. 

„Why brands with a purpose do better und matter more“ ist ein Buch aus der Do Reihe der Do Lectures und ist nur in englischer Sprache erhältlich.

*Diese Zusammenfassung gibt meine Sicht des Buches wieder. Meine Notizen vermischen sich mit Zitaten und eigenen Gedanken.

Monika Kräftner

monika.kraeftner@freiweg.at

Ich bin freiberufliche Texterin und schreibe für Webseiten, Blogs, Social Media Kanäle und Newsletter, bin aber auch in der Offline-Welt zuhause und verfasse Texte für Werbung und PR. Besonders gerne arbeite ich für EPU und Kleinunternehmen, Trainer, Coaches und Therapeuten und alle Unternehmen, die Nachhaltigkeit, Lebensfreude und Genuss in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen.

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