Perfektionismus - ein Reality Check – Freiweg
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Perfektionismus

Perfektionismus – ein Reality Check

Alles muss heute perfekt sein. Beziehung, Job, Garderobe, Urlaub, Einrichtung und die Kinder erst recht. Unsere Gesellschaft hat den Perfektionismus zum Volkssport erhoben. Wenn du dich wieder einmal über die Maßen reinhängst und Fehler um jeden Preis vermeiden willst, ist es Zeit für einen Reality Check. 

Wir alle stellen hohe Ansprüche an uns und wollen ganz bestimmt nicht mittelmäßig, sondern außerordentlich sein. Aber manchmal machen wir uns damit das Leben unnötig schwer und stehen uns selbst im Weg.

 

Was bringt dir Perfektionismus?

Perfektionismus ist das übertriebene Streben nach Perfektion. Das geht oft so weit, dass wir manche Aufgaben erst gar nicht beginnen, weil nicht garantiert ist, dass wir sie fehler- und makellos erledigen. Aus der Befürchtung heraus, nicht gut genug zu sein, lassen wir viele Erlebnisse, Erfolge und Erfahrungen einfach sausen und limitieren uns selbst. Aus der Befürchtung heraus, nicht gut genug zu sein, lassen wir viele Erlebnisse, Erfolge und Erfahrungen einfach sausen und limitieren uns selbst.

 

Wo liegt der Fokus?

Perfektionisten lieben Details und sind jederzeit bereit, viel Zeit in sie zu investieren oder noch dramatischer, gleich ein ganzes Projekt in Frage zu stellen, wenn eine Kleinigkeit nicht wunschgemäß ist. Außenstehenden fällt der Unterschied am Endergebnis häufig nicht einmal auf. Besonders fatal wirkt sich das bei Selbständigen aus, die nicht nur persönlich, sondern auch finanziell unbelohnt bleiben.

 

Feierst du deine Erfolge genauso, wie du dich für deine Misserfolge geißelst?

Auch bei bester Planung und größtem Einsatz passiert es, dass etwas schiefläuft und der gewünschte Erfolg sich nicht einstellt. Sucht der Perfektionist nach Gründen, findet er sie zumeist bei sich selbst. Mit seinen Erfolgen ist er nie restlos zufrieden,  es hätte immer noch besser sein können. Das Unangenehme ist, dass irgendwann auch andere es so sehen, immer mehr einfordern und die Messlatte immer höher liegt. Das Unangenehme ist, dass irgendwann auch andere es so sehen, immer mehr einfordern und die Messlatte immer höher legen.

 

Wie lebt das Umfeld damit?

Mit ihrem Tunnelblick bleibt es Perfektionisten verborgen, dass sie ihren Partnern, Freunden oder Kollegen viel abverlangen. Sie entpuppen sich als gnadenlose Kontrollfreaks, denen es niemand recht machen kann. Mit dieser humorlosen Art werden sie zwangsläufig zu Einzelkämpfern. Sie ignorieren die Power, die ein Team entwickeln kann, wenn es mehrere Köpfe braucht um bei einer Sache voranzukommen. 

Wenn wir scheitern, dann zumeist an unserer eigenen Erwartungshaltung. Perfektionismus ist der beste Weg, sein Leben lang unzufrieden zu sein. Wann ist etwas schon wirklich perfekt? Es geht doch immer noch ein Stück besser, du hast dich nur noch nicht genug angestrengt! 

Immer alles perfekt hinzubekommen, ist nicht zu schaffen, wir können nicht permanent alle Rahmenbedingungen unter Kontrolle haben.

In diesem Sinne lasse ich es jetzt gut sein. Nämlich gut genug. 

 

 

Monika Kräftner

monika.kraeftner@freiweg.at

Ich bin freiberufliche Texterin und schreibe für Webseiten, Blogs, Social Media Kanäle und Newsletter, bin aber auch in der Offline-Welt zuhause und verfasse Texte für Werbung und PR. Besonders gerne arbeite ich für EPU und Kleinunternehmen, Trainer, Coaches und Therapeuten und alle Unternehmen, die Nachhaltigkeit, Lebensfreude und Genuss in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen.

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